
Die Lehre über Naturfasern - ihre Gewinnung und Verarbeitung - füllt ganze Bücher und kann eine lebenslange Beschäftigung sein.
Es gibt Älteste, die so von dieser Idee gefangen sind, daß sie jeden Tag an ihrer Schnur arbeiten. Mit verschiedenen Materialien jeden Tag arbeiten sie an ihrer Schnur, mal mehrere Meter, mal nur wenige Zentimeter am Tag. Diese Schnur spiegelt vielleicht den Tag wieder, mal kraftvoll und dick, stabil und rau, oder mal nur noch ein seidener Faden, fragil, zerbrechlich und fast reist er ab.
Mal aus starrem Material wie Yukka oder aus weichen Fasern wie Sehne........
Die Technik ist sie einmal verstanden wird sogar schon von kleinen Kindern beherrscht. Zwei Schnüre werden verdreht, die eine wird doppelt so stark verdrillt. Diese dreht sich wieder ein Stückchen zurück und zieht dabei die beiden Fäden aneinander fest. Dieser Vorgang kann mit den verarbeitetetn Fasern beliebig oft wiederholt werden und schon eine Brennesselfaser, die 4 mal verflochten ist fast nicht mehr mit den Händen zu zerreissen.
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